Jugendliche mit Schlaflosigkeit zeigen abgestumpfte Belohnungsreaktionen und mangelnde belohnungsabhängige Verhaltensanpassung

Erkenntnisse

  • Die primäre Schlafstörung bei Jugendlichen steht mit verringerter Belohnungspositivität in Verbindung, was auf eine gestörte Belohnungsverarbeitung hinweist, die unabhängig von affektiven Störungen vorliegt.

Bedeutung

    Schlaflosigkeit und Depressionen sind häufige komorbide Erkrankungen bei Jugendlichen. Obwohl eine gestörte Belohnungsverarbeitung, gemessen anhand des ereignisbezogenen Potenzials, mit Depressionen in Verbindung gebracht wurde, wurde sie nicht bei Schlaflosigkeit untersucht. Es handelt sich hierbei um die erste Studie zur Untersuchung der Belohnungsverarbeitung bei Schlafstörungen anhand der Belohnungspositivität bei Jugendlichen. Die Ergebnisse heben eine Veränderung der Belohnungsverarbeitung als potenziellen Mechanismus hervor, der der Schlaflosigkeit zugrunde liegt. Ein besseres Verständnis der langfristigen Auswirkungen der mit Schlaflosigkeit zusammenhängenden Belohnungsdysfunktion könnte bei der Ermittlung von Personen mit einem Risiko für die Entwicklung von affektiven Störungen helfen.