Nutzen der Gesamtgenomsequenzierung bei der Diagnose von entwicklungsbedingten und epileptischen Enzephalopathien

Erkenntnisse

  • Die Gesamtgenomsequenzierung (Whole Genome Sequencing, WGS) verbessert die diagnostische Ausbeute gegenüber der Exomsequenzierung (ES) bei entwicklungsbedingten und epileptischen Enzephalopathien (Developmental and Epileptic Encephalopathies, DEE) hauptsächlich durch den Nachweis komplexer struktureller Varianten in der aktuellen Kohorte.

Bedeutung

  • Das aktuelle Aufkommen der massiven Parallelsequenzierung (MPS), einschließlich Multigen-Panel (MGP), ES und WGS, hat die Diagnose von DEE verbessert (eine komplexe neurogenetische Erkrankung, die Krampfanfälle, kognitive Verlangsamung/Regression, Bewegungsstörungen und andere Merkmale umfasst). Jedoch gibt es derzeit keinen aktuellen Konsens hinsichtlich der Rolle verschiedener MPS-Typen für die Diagnose bei DEE.

  • Die Identifizierung neuer Varianten durch WGS unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Pathogenitätsbewertung komplexer struktureller Varianten und neuartiger Codierung zur Verbesserung der diagnostischen Ausbeute bei Patienten mit neurogenetischen Erkrankungen wie DEE.