Neurofilament-Leichtketten-Serumspiegel bilden kortikale Degeneration bei früher schubförmig remittierender Multipler Sklerose ab

Erkenntnisse

  • Bei neu diagnostizierter schubförmig remittierender Multipler Sklerose stellt die Kombination von kortikaler Dicke und Neurofilament-Leichtketten-Serumspiegel einen Biomarker für die Früherkennung kognitiver Beeinträchtigungen dar.

Bedeutung

  • Obwohl das Volumen der grauen Substanz und die kortikale Dicke mit kognitiver Dysfunktion bei Multipler Sklerose in Zusammenhang gebracht wurden, bleibt die Bedeutung der Neurofilament-Leichtketten-Serumspiegel als Maß für neuroaxonale Schäden unbekannt. Diese wichtigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Kombination von Biomarkern für kortikale makro- (kortikale Ausdünnung) und mikrostrukturelle (erhöhter Neurofilament-Leichtketten-Serumspiegel) Hirnschäden die subtilen neurodegenerativen Veränderungen genau abbildet. Ihr Vorhandensein könnte die ersten Hinweise auf kognitive Defizite bei neu diagnostizierter schubförmig remittierender Multipler Sklerose geben.