Regionale Unterschiede von Hirnmetaboliten bei Patienten mit Anorexia nervosa

Erkenntnisse

  • Es gibt signifikante Unterschiede bei den Hirnmetabolitenverhältnissen in bestimmten Hirnregionen von Menschen mit und ohne Anorexia nervosa. Patienten mit Anorexie weisen in mehreren wichtigen Hirnregionen ein erhöhtes Cholin-Kreatin(Cho/Cr)-Verhältnis und ein vermindertes Makromolekül-Kreatin(MM09/Cr)-Verhältnis, N-Acetylaspartat-Kreatin(NAA/Cr)- und Myo-Inositol/Kreatin(mI/Cr)-Verhältnis auf.

Bedeutung

  • Anorexia nervosa ist eine Essverhaltensstörung, die durch strengen, willkürlichen und oft anhaltenden Nahrungsentzug gekennzeichnet ist. Anorexie ist mit einem Risiko für Herzversagen, Osteoporose, Infertilität und Depression assoziiert und weist eine Mortalitätsrate von 10 % auf.

  • Es wurde gezeigt, dass es regionenspezifische Veränderungen im Gehirn von Menschen mit Anorexie gibt, insbesondere in Bezug auf das Volumen der grauen und weißen Substanz. Anorexie wurde mit metabolischen Veränderungen in Verbindung gebracht, aber bisherige Studien haben widersprüchliche Ergebnisse hervorgebracht.

  • Eine Untersuchung der metabolischen Veränderungen in spezifischen Hirnregionen wird benötigt und könnte frühere Befunde aufklären.