Verhältnis der Erythrozytenverteilungsbreite zur Thrombozytenzahl: Ein prognostischer Biomarker bei Glioblastomen?

Erkenntnisse

  • Das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) war bei Patienten mit einem präoperativen Verhältnis der Erythrozytenverteilungsbreite (Red blood cell Distribution Width, RDW) zur Thrombozytenzahl (RDW to Platelet Ratio, RPR) von < 0,05 signifikant verbessert. RPR wird in Routinelaborwerten erfasst und ist ein praktikabler personalisierter prognostischer Biomarker beim Glioblastom (GBM).

Bedeutung

  • Die Prognose bei neu diagnostiziertem GBM bleibt trotz erheblicher Aktivitäten auf diesem Gebiet nach wie vor schlecht. Hilfsmittel zur Zuordnung von Patienten zu den am besten geeigneten Behandlungsstrategien auf der Grundlage des erwarteten klinischen Nutzens sind unerlässlich.

  • RDW und RPR werden routinemäßig in präoperativen GBM-Laboruntersuchungen erfasst und sind bei mehreren Krankheiten bekannte prognostische Indikatoren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Entzündungsmarkern wie dem C-reaktiven Protein oder dem weißen Blutbild könnten diese Messungen präziser und robuster hinsichtlich vorübergehender Medikamenteneinnahme (z. B. Glukokortikoide) und Erkrankungen (z. B. akute Infektionen) sein.

  • Es ist möglich, dass das präoperative RPR mit Überlebensergebnissen bei Patienten mit GBM assoziiert sein könnte.