Gehirnatrophie durch normales Altern und Multiple Sklerose

Erkenntnisse

  • Bei Menschen mit Multipler Sklerose (MS) kann die durch normales Altern verursachte Hirnatrophie mit der Zeit zunehmen, und MS kann mit der Zeit in den Thalamusregionen abnehmen; im Putamen und Nucleus caudatus hingegen verschlimmern normale Alterung und MS die Atrophie mit der Zeit nicht.

Bedeutung

  • MS-Patienten erleiden eine Gehirnatrophie infolge einer neuroinflammatorischen Gewebeschädigung; die Hirnareale, die im Vergleich zum normalen Altern die stärkste Atrophie aufweisen, wurden jedoch nicht identifiziert.

  • Oft wird in klinischen Studien zu MS die Ganzhirnvolumenmessung als Maß für die Neurodegeneration eingesetzt und kann ein potenzielles klinisches Behandlungsziel darstellen; daher ist es wichtig, zwischen Atrophie durch MS und normaler Atrophie durch den Alterungsprozess zu unterscheiden.