Nervensystem und endotheliale Funktion bei Personen mit Migräne

Erkenntnisse

  • Personen mit akuter Migräne mit Aura weisen höhere Werte für die flussvermittelte Dilatation (flow-mediated dilation, FMD) – ein Marker für die endotheliale Dysfunktion – als Personen ohne aktuelle Kopfschmerzen in anderen Migränegruppen sowie Personen ohne Migräne auf. Das Vorhandensein von Kopfschmerzen ist zudem möglicherweise mit einer erhöhten sympathischen Aktivität und einer verminderten parasympathischen Aktivität assoziiert.

Bedeutung

  • Vorhergehende Studien haben über einen Zusammenhang zwischen Migräne und endothelialer Dysfunktion berichtet, aber der Zusammenhang zwischen einer Dysfunktion des vegetativen Nervensystems und Migräne mit Aura wurde nicht umfassend untersucht.

  • Die Bewertung der endothelialen und autonomen Funktion bei Personen mit Migräne während der iktalen und interiktalen Phase kann eine fundiertere Berechnung des Risikos von Gefäßerkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems ermöglichen.