Mäßiger täglicher Alkoholkonsum erhöht das Schlaganfallrisiko stärker als gelegentliches exzessives Trinken

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Laut einer neuen Studie könnte für Menschen, die jeden Tag geringe Alkoholmengen trinken, ein höheres Risiko für einen ischämischen Schlaganfall bestehen als für Menschen, die gelegentlich sehr viel Alkohol trinken. 


Auf der ISC 2019 berichtete Dr. Wookjin Yang vom Seoul National University Hospital (Südkorea), dass die Menge des konsumierten Alkohols laut früheren Untersuchungen eine J-förmige Assoziation mit ischämischen Schlaganfällen aufweist. Allerdings ist bisher relativ wenig über das Verhältnis zwischen unterschiedlichen Trinkgewohnheiten und dem Schlaganfallrisiko bekannt.

Dr. Yang und seine Kollegen nutzten die nationale Stichproben-Kohorte des National Health Insurance Service und untersuchten die Auswirkung auf das Schlaganfallrisiko von:

  • Trinken in Gesellschaft (Trinken an weniger als 5 Tagen pro Woche, höchstens 60 g Alkohol pro Anlass)
  • Episodisches exzessives Trinken (Trinken an weniger als 5 Tagen pro Woche, mehr als 60 g Alkohol an mindestens einem Anlass)
  • Mäßiges tägliches Trinken (Trinken an 5 Tagen oder mehr pro Woche)
  • Exzessives tägliches Trinken (Trinken an 5 Tagen oder mehr pro Woche, innerhalb von 2 Stunden mehr als 5 Drinks bei Frauen bzw. 6 Drinks bei Männern)
  • Kein Alkoholkonsum

Dr. Yang zeigte, dass bei den insgesamt 286.256 ausgewählten Teilnehmern das Trinken in Gesellschaft eine protektive Wirkung gegen ischämischen Schlaganfall aufwies (Hazard Ratio [HR] 0,88; 95 % Konfidenzintervall 0,81–0,96).

Bei den Teilnehmern, die mehr tranken, beeinflusste das Trinkverhalten jedoch die Ergebnisse:

  • Der tägliche mäßige Alkoholkonsum erhöhte das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall signifikant (HR 1,16; 95 % Konfidenzintervall 1,01–1,33).
  • Episodisches exzessives Trinken erhöhte das Schlaganfallrisiko nicht (HR 0,90; 95 % Konfidenzintervall 0,76–1,07).

Dr. Yang und seine Kollegen sagten, dass „das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall durch die Trinkgewohnheiten beeinflusst werden könnte. Insbesondere für Menschen mit einem täglichen mäßigen Alkoholkonsum kann ein höheres Risiko für einen ischämischen Schlaganfall im Vergleich zu episodischen exzessiven Trinkern bestehen, da das tägliche mäßige Trinken das Schlaganfallrisiko um 16 % erhöhte.“

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