Magnetresonanz-Neurographie zur Abbildung peripherer Nervenschäden bei alkoholbedingter Polyneuropathie

Erkenntnisse

  • Die Magnetresonanz-Neurographie (MRN) konnte periphere Nervenschäden bei alkoholabhängigen Patienten (Alcohol-Dependent Patients, ADP) sowohl mit als auch ohne klinisch diagnostizierte alkoholbedingte Polyneuropathie (Alcohol-Related Polyneuropathy, ALN) nachweisen. 

Bedeutung

  • In den USA werden 25–66 % der ADP mit ALN diagnostiziert. ALN ist eine langsam fortschreitende Polyneuropathie (PNP), die durch eine frühe sensorische Symptom-Prädominanz, gefolgt von motorischer Schwäche und autonomer Dysfunktion, gekennzeichnet ist.

  • Der Goldstandard für die Diagnose von PNP ist eine Kombination aus neurologischen Untersuchungen und Untersuchungen der Nervenleitung. Dieser Ansatz weist jedoch mehrere bekannte Einschränkungen auf.

  • Die hochauflösende MRN ist in der Lage, Läsionen peripherer Nerven in vivo zu visualisieren und ist eine ideale Modalität zur Charakterisierung von Nervenschäden bei ALN. Dies könnte zu einem verbesserten Verständnis der Pathogenese von ALN und einem sensitiveren diagnostischen Instrument führen.