Maschinelles Lernen für Riechtests bei Morbus Parkinson und REM-Schlafstörung

Erkenntnisse

  • Das 3-Sniffin’-Stick-Modell zeigt Potenzial als kurzer Screening-Test zur Stratifizierung von Personen mit klinischem Morbus Parkinson (MP) und dessen prodromaler Form, der isolierten REM-Schlaf-Verhaltensstörung (Isolated REM Sleep Behavior Disorder, iRBD), nach olfaktorischer Dysfunktion.

Bedeutung

  • Eine olfaktorische Dysfunktion tritt bei bis zu 90 % der Personen mit frühem MP auf und zeigt eine Übereinstimmung mit dopaminergen Defiziten. Daher werden Riechtests, einschließlich des Sniffin’ Sticks-Tests mit 16 Punkten, häufig für das Screening bei MP verwendet, sind aber nicht immer leicht in einer geschäftigen klinischen Umgebung anwendbar.

  • Das Potenzial, das das 3-Sniffin’-Stick-Modell bei der MP-Stratifizierung gezeigt hat, deutet auf die Anwendbarkeit von Modellen des maschinellen Lernens für das Screening neurologischer Erkrankungen hin, die sich möglicherweise auf andere Bereiche der Medizin ausdehnen lassen. Weitere Forschung ist jedoch sowohl bei MP als auch bei anderen Krankheitspopulationen erforderlich.