Internukleäre Ophthalmoplegie und das klinisch-radiologische Paradox bei Multipler Sklerose

Erkenntnisse

  • Das Modell der internukleären Ophthalmoplegie und des Fasciculus longitudinalis medialis ist ein geeignetes Instrument zur Untersuchung des klinisch-radiologischen Paradoxes bei Multipler Sklerose.

Bedeutung

    Das klinisch-radiologische Paradox bei Multipler Sklerose ist definiert als eine Diskrepanz zwischen sichtbaren Läsionen auf bildgebenden Scans und klinischer Behinderung. Ein besseres Verständnis dieses Paradoxes würde sensitivere und spezifischere Surrogate für Schübe und die Behinderungsprogression ermöglichen. Dies ist die erste verblindete Studie zur Untersuchung von Läsionen des Fasciculus longitudinalis medialis bei einer nicht ausgewählten Gruppe von Personen mit Multipler Sklerose. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Nachweis einer internukleären Ophthalmoplegie mittels Infrarot-Okulographie ein klinisch relevanter sensitiver funktioneller Ergebnisparameter ist, der die Behandlungsentscheidungen unterstützen könnte.