Wechselwirkung zwischen Schädigung der weißen Substanz bei Frühgeborenen und Thalamusvolumen im Schulalter sagt Kognition voraus

Erkenntnisse

  • Bei Frühgeborenen mit Schädigung der weißen Substanz bleibt die Beeinträchtigung der thalamischen Entwicklung bis in die Kindheit bestehen, unabhängig von der Gesamtentwicklung des Gehirns. Diese Wechselwirkung zwischen der Schädigung der weißen Substanz und dem Wachstum des Thalamus kann zur Vorhersage der kognitiven Fähigkeiten im Schulalter genutzt werden.

Bedeutung

  • Die Zahl der Frühgeburten nimmt zu, doch trotz der Fortschritte in der Neugeborenenversorgung weisen viele dieser Kinder im Vergleich zu ihren termingeborenen Altersgenossen erhebliche Verzögerungen bei der Neuroentwicklung auf.

  • Eine Schädigung der weißen Substanz (White Matter Injury, WMI) wird mit vielen der kognitiven und motorischen Defizite dieser Kinder in Verbindung gebracht, wobei der Thalamus eine Schlüsselregion von Interesse ist.

  • Der Zusammenhang zwischen der WMI in der frühen Kindheit, dem Thalamusvolumen im Schulalter und den Ergebnissen der neurologischen Entwicklung ist jedoch noch nicht untersucht worden.