Auswirkung der intraarteriellen Gerinnselstelle auf Kollateralen auf Gewebeebene und venösen Abfluss

Erkenntnisse

  • Patienten mit einem distal lokalisierten Gefäßverschluss (Distal Vessel Occlusion, DVO) wiesen im Vergleich zu Patienten mit proximal lokalisierten Verschlüssen (Proximal Vessel Occlusion, PVO) bei akutem ischämischem Schlaganfall aufgrund eines Verschlusses großer Gefäße (Acute Ischemic Stroke due to Large Vessel Occlusion, AIS-LVO) günstigere Kollateralen auf Gewebeebene und Profile des venösen Abflusses auf. DVO, günstige Kollateralen auf Gewebeebene und günstiger venöser Abfluss waren Prädiktoren für ein gutes funktionelles Ergebnis.

Bedeutung

  • Bei Patienten mit AIS-LVO kann ein robuster kollateraler Blutfluss helfen, die Perfusion aufrechtzuerhalten und einem Infarkt bis zur thrombolytischen Behandlung vorzubeugen. Der Kollateralblutfluss kann mittels computertomographischer Angiographie (CTA) gemessen werden.

  • Die CTA-Kollateralen beschreiben jedoch den Status der zerebralen Perfusion nicht vollständig. Die CTA kann keine Kollateralen auf Gewebeebene beurteilen (die stattdessen eine Computertomographie oder Magnetresonanzperfusionsbildgebung erfordern) und berücksichtigt nicht den venösen Abfluss.

  • Die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen AIS-LVO-Lokalisation, Kollateralen auf Gewebeebene und venösem Abfluss sowie funktionellen Ergebnissen sollte helfen, die Bedeutung von zerebralen Perfusionsmessungen zu klären.