Zusammenhang zwischen Hyperglykämie und erhöhtem Anfallsrisiko bei neonataler Enzephalopathie

Spezialisten haben einen starken Zusammenhang zwischen Hyperglykämie und EEG-bestätigten Anfalls-Clustern bei Säuglingen mit hypoxischer ischämischer Enzephalopathie (HIE) berichtet, die mit kontrollierter Hypothermie behandelt wurden.

Bei der virtuellen Konferenz ICNA/CNS 2020 stellte Dr. Carlos Ivan Salazar vom Hospital for Sick Children in Toronto, Kanada, fest, dass bei fast einem Drittel der mit Hypothermie behandelten Kinder mit HIE Krampfanfälle auftreten.

Sowohl Hypoglykämie als auch Hyperglykämie treten bei Säuglingen mit HIE häufig auf und wurden in früheren Forschungsarbeiten mit schlechteren Ergebnissen der Neuroentwicklung in Verbindung gebracht, obwohl relativ wenig über ihre zeitliche Beziehung mit Krampfanfällen bei Neugeborenen bekannt ist.

Zur Untersuchung dieser Frage führten Dr. Salazar und Kollegen eine prospektive Kohortenstudie an 46 Neugeborenen (postmenstruelles Alter von 36 Wochen oder mehr) mit HIE durch, die mit kontrollierter Hypothermie behandelt wurden. Dies umfasste eine kontinuierliche Blutzuckerüberwachung und amplitudenintegriertes EEG/kontinuierliche EEG-Überwachung während der ersten 3 Tage nach der Geburt.