Wie wirken sich intrakranielle und extrakranielle Arterienstenosen auf das Schlaganfallrisiko bei SCD-Patienten aus?

Neue Studienergebnisse haben einen starken Zusammenhang zwischen intrakranieller Arterienstenose und Schlaganfall bei jüngeren Patienten mit Sichelzellkrankheit (sickle cell disease, SCD) gezeigt.

Forscher am Vanderbilt University Medical Center in Nashville, Tennessee, USA, beurteilten prospektiv die Prävalenz und den Beitrag der intrakraniellen und extrakraniellen Arterienstenose zum Schlaganfallrisiko bei Kindern und jungen Erwachsenen (im Alter von 6–44 Jahren) mit SCD.

Im Zeitraum 2014–2019 rekrutierten sie 167 Teilnehmer mit SCD (79 Kinder, 88 junge Erwachsene; mittleres Alter 19,4 Jahre), die einer detaillierten Beurteilung einschließlich einer neurologischen Untersuchung, einer MRT des Gehirns und einer Magnetresonanz-Angiographie (MRA) des Kopfes und Halses unterzogen wurden.

Insgesamt 20 der 167 Teilnehmer (12 %) wiesen eine intrakranielle Stenose auf: 5 Kinder (6,3 %) und 15 junge Erwachsene (17 %).