Elektroenzephalographie zur Vorhersage der Anfallsfreiheit nach einer Epilepsie-Operation

Erkenntnisse

  • Ein prädiktives Modell wurde unter Verwendung einer präoperativen Elektroenzephalographie (EEG) zur Ergänzung klinischer Faktoren erstellt, wobei ein Konkordanz(concordance, c)-Index von 0,65 erreicht wurde. Interiktale epileptiforme Entladungen (Interictal Epileptiform Discharges, IED) waren wichtige Faktoren bei der Vorhersage der Anfallsfreiheit.

Bedeutung

  • Eine resektive Epilepsie-Operation ist die beste verfügbare Behandlung für Personen mit pharmakoresistenter fokaler Epilepsie, wobei 40 bis 80 % der Patienten eine vollständige Anfallsfreiheit erreichen.

  • Die Ermittlung präoperativer Faktoren, die mit der besten Wahrscheinlichkeit für postoperative Anfallsfreiheit assoziiert sind, hat Priorität. Derzeit erfolgt die Vorhersage, ob ein Patient von einer Epilepsie-Operation profitieren wird, auf Einzelfallbasis anhand einer subjektiven klinischen Beurteilung. Die Entwicklung eines Vorhersagemodells würde eine objektivere und besser quantifizierbare Beurteilung der Behandlungsergebnisse ermöglichen.

  • Die EEGs sind ein wesentliches Instrument bei der Diagnose und Behandlung von Epilepsie. Es ist möglich, dass EEG-Daten mit klinischen Daten kombiniert werden könnten, um effektive und objektive Vorhersagemodelle für postoperative Ergebnisse zu erstellen.