Auswirkungen des langfristigen Cannabisgebrauchs auf die neuroimmune Signalübertragung

Erkenntnisse

  • Bei Cannabiskonsumenten wurde gegenüber nicht konsumierenden Patienten ein höherer Spiegel des 18-kDa-Translokatorproteins (TSPO) im Gehirn festgestellt, mit markanteren Auswirkungen auf Cannabiskonsumenten mit Cannabiskonsumstörung (cannabis-use disorder, CUD).

  • Eine erhöhte neuroimmune Aktivierung bei Cannabiskonsumenten war mit chronischem Stress, Angstzuständen und höheren Messwerten für das C-reaktive Protein (CRP) assoziiert.

Bedeutung

  • Es wurde nachgewiesen, dass Cannabinoide die Immunantwort modulieren, doch war der Zusammenhang zwischen Cannabis und der neuroimmunen Funktion bis zu dieser Studie noch nie in vivo im menschlichen Gehirn untersucht worden.

  • Diese Studie ergab, dass bei Cannabiskonsumenten im Vergleich zu Nicht-Konsumenten ein erhöhter TSPO-Spiegel im Gehirn bzw. eine erhöhte Neuroimmunaktivierung vorliegt und dass diese mit chronischem Stress, Angst und höheren zirkulierenden CRP-Spiegeln assoziiert sind.

  • Die Feststellung eines erhöhten TSPO-Spiegels bei Cannabiskonsumenten ist ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Wirkung von Cannabis im Gehirn.