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EBV-Seronegativität sollte Multiple Sklerose (MS) ausschließen, vermuten Forscher

Der Zusammenhang zwischen dem Epstein-Barr-Virus (EBV) und Multipler Sklerose (MS) wurde durch eine Studie bestätigt, in der 100 % der Patienten mit früher MS seropositiv waren.

Die Ergebnisse haben die Forscher zu der Annahme veranlasst, dass die EBV-Seronegativität bei Patienten mit Verdacht auf eine entzündliche ZNS-Erkrankung MS als Diagnose ausschließen sollte.

In der Latest-Breaking-News-Sitzung auf der ECTRIMS berichtete Dr. Klemens Ruprecht von der Charité Berlin über die Ergebnisse der Studie. Er stellte fest, dass die starke Verbindung zwischen MS- und EBV-Infektionen in früheren Forschungsergebnissen gut etabliert ist.

Aus epidemiologischer Sicht könne MS als eine seltene Komplikation der EBV‑Infektion angesehen werden.