COVID-19 und Epilepsie: Was wissen wir?

Ein Update über das Risiko von epileptischen Anfällen und Epilepsie bei Patienten mit COVID-19 – und die mit COVID-19 verbundenen Risiken bei Patienten mit Epilepsie – wurde auf der Tagung AES 2020 vorgestellt.

Viele Faktoren beeinflussen die Häufigkeit von epileptischen Anfällen, so Dr. R. Edward Hogan von der Universität Washington (Washington University) in St. Louis, Missouri/USA. Dazu gehören einige Faktoren, die mit COVID-19 im Zusammenhang stehen, wie z. B. Infektionen, Fieber und psychosoziale Stressfaktoren. COVID-19 könnte die epileptischen Anfälle indirekt durch diese Faktoren verschlimmern, und nicht durch direkte Auswirkungen des Virus auf das Zentralnervensystem (ZNS).

Der Zeitpunkt der neurologischen Komplikationen unterstützt diese Theorie: Das allgemeine Fehlen neurologischer Symptome zu Beginn des COVID-19-Verlaufs deutet auf das Fehlen einer direkten ZNS-Infektion hin, und späte neurologische Auswirkungen können auf systemische Komplikationen im Zusammenhang mit der schweren Infektion zurückzuführen sein.

Dr. Hogan fasste die neuesten Daten zu epileptischen Anfällen und COVID-19 wie folgt zusammen: