Astrozyten tragen zur Pathogenese der Multiplen Sklerose bei, berichten Forscher

Die auf der Konferenz MSVirtual2020 vorgestellten Daten haben Einblicke in die Rolle der Astrozyten bei der Entwicklung und dem Fortschreiten der Multiplen Sklerose (MS) gegeben.

Astrozyten haben vielfältige homöostatische, regulatorische und strukturelle Funktionen, aber ihre Rolle bei MS war bis vor kurzem unklar, sagte Dr. David Pitt von der Universität Yale (Yale University) in New Haven, Connecticut, USA.

Astrozyten wurden im Zusammenhang mit MS anfänglich nur als „Statisten“-Zellen betrachtet, die bei der Erkrankung keine oder nur eine geringe Rolle spielen. Es hat sich jetzt jedoch gezeigt, dass Astrozyten die Funktion der Blut-Hirn-Schranke regulieren, Lymphozyten rekrutieren und aktivieren und ein pro-inflammatorisches, neurotoxisches Umfeld fördern, das zur MS-Pathogenese beitragen kann.