Analyse der Genetik und Hirn-Bildgebung der Händigkeit

Erkenntnisse

  • Die Händigkeit ist mit vier signifikanten Loci assoziiert, die zur Entwicklung des Gehirns und von Sprachnetzwerken beitragen; Linkshändigkeit korreliert positiv mit Schizophrenie und negativ mit dem idiopathischen Parkinsonsyndrom (IPS).

Bedeutung

  • Obwohl 90 % der Bevölkerung Rechtshänder sind, sind die einzigartigen physikalischen Eigenschaften des Gehirns und der Genetik, die die Händigkeit verursachen, aufgrund kleiner Stichprobengrößen in früheren Studien unbekannt.

  • Linkshändigkeit ist mit Schizophrenie assoziiert und korreliert negativ mit IPS; daher kann das Verstehen der Eigenschaften der Händigkeit zu einer verbesserten klinischen Diagnose und Behandlung führen.

Studiendesign

  • Ziel: Ermittlung der Beziehungen zwischen Händigkeit, Genotypen und bildgebenden Phänotypen (Image-Derived Phenotypes, IDP).

  • Linkshänder (n = 721) und Rechtshänder (n = 6.685) unterzogen sich einem Magnetresonanztomographie-Scan, um wichtige IDP zu identifizieren.

  • Eine genomweite Assoziationsstudie (GWAS) wurde mit Linkshändern (n = 38.332), Rechtshändern (n = 356.567) und beidhändigen (n = 6.299) Menschen durchgeführt.

  • An diesen Daten wurden auf SNP (Single Nucleotide Polymorphism) basierende Anreicherungsanalysen, Genanalysen und Gewebetypanalysen durchgeführt, um wichtige biologische Signalwege zu identifizieren.

Wichtigste Ergebnisse

  • Linkshänder zeigten eine stärkere Konnektivität zwischen den Sprachnetzwerken der rechten und linken Gehirnhälfte.

  • Es wurde festgestellt, dass sich vier signifikante Loci (rs199512, rs45608532, rs3094128 und rs13017199) zwischen Linkshändern und Rechtshändern unterscheiden.

    • Der Locus rs13017199 ist mit dem Mikrotubulus-assoziierten Protein 2 assoziiert.

    • Der Locus rs3094128 ist mit Tubulin Beta Klasse 1 assoziiert.

    • Der Locus rs199512 ist mit Mikrotubuli-assoziiertem Protein Tau assoziiert.

  • Die aus der GWAS identifizierten Loci waren mit neuronaler Morphogenese, Differenzierung, Migration und Gliogenese assoziiert.

  • Linkshändigkeit korrelierte mit Schizophrenie (r=0,1324; p = 0,0021), IPS (r = -0,2379; p = 0,0071), Anorexia nervosa (r = 0,1504; p = 0,1504) und bipolarer Störung (r = 0,1548; p = 0,025).

  • Linkshändigkeit war negativ mit IPS (p = 0,004) und positiv mit Sprachnetzen assoziiert.

Einschränkungen

  • Keine gemeldet.