Ein neuer Ansatz zu interstitieller Laser-Thermotherapie bei arzneimittelresistenter Temporallappenepilepsie

Erkenntnisse

  • Im Vergleich zum Einzel-Trajektorien-Standardansatz erreichte die Zwei-Trajektorien-Laserablation von Strukturen des medialen Temporallappens (MTL) bei Patienten mit medialer Temporallappenepilepsie (mTLE) einen höheren Grad an ablatiertem Gewebe und überlegene Anfallsergebnisse.

Bedeutung

  • Die mittels Magnetresonanztomographie (MRT) geführte interstitielle Laser-Thermotherapie (laser interstitial thermal therapy, LITT) ist eine mögliche Option für Patienten mit arzneimittelresistenter mTLE. Obwohl die anteriore temporale Lobektomie den aktuellen Goldstandard darstellt, findet die MRT-geführte LITT zunehmend Akzeptanz, da sie minimalinvasiv ist und ausgezeichnete Anfallsergebnisse erzielt.

  • Die Optimierung der Lasertrajektorien ist ein wichtiger Schwerpunkt bei der LITT. Bei mTLE ist es beispielsweise schwierig, alle Zielgewebe mit einem einzelnen Laser zu ablatieren, was an der geometrischen Ausrichtung des piriformen Kortex gegenüber amygdalohippocampalen Strukturen liegt.

  • Es ist möglich, dass ein Zwei-Trajektorien-Ansatz das Volumen des ablatierten Gewebes bei Patienten mit mTLE maximieren könnte.